Die vier Superhost-Kriterien
Airbnb vergibt den Superhost-Status, wenn vier Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: ein Bewertungsschnitt von mindestens 4,8, eine Antwortquote von mindestens 90 Prozent, eine Stornoquote unter 1 Prozent und entweder 10 abgeschlossene Aufenthalte oder 3 Buchungen mit zusammen mindestens 100 Nächten. Geprüft wird am 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober.
1. Bewertungsschnitt: mindestens 4,8
Maßgeblich ist der Gesamtschnitt über alle Bewertungen im rückblickenden Zwölfmonatsfenster. Eine einzelne Vierer-Bewertung zieht bei wenigen Bewertungen spürbar nach unten und bei vielen kaum noch — der Schnitt wird mit jeder Bewertung träger.
Das hat eine unangenehme Folge, die viele überrascht: Wer bei 4,7 mit 80 Bewertungen steht, braucht rund 27 makellose Bewertungen bis zur 4,8. Wer bei 4,7 mit 20 Bewertungen steht, braucht etwa sieben. Im Rechner nachsehen →
2. Antwortquote: mindestens 90 Prozent
Gezählt wird der Anteil der neuen Anfragen, die binnen 24 Stunden beantwortet wurden. Nicht die Geschwindigkeit im Schnitt, sondern der Anteil rechtzeitig beantworteter Erstanfragen.
Bei wenigen Anfragen im Monat ist das die verwundbarste der vier Bedingungen: Zehn Anfragen und eine verpasste — schon liegen Sie bei 90 Prozent, also genau auf der Kante. Ein Urlaub ohne Handyempfang kann den Status kosten.
3. Stornoquote: unter 1 Prozent
Gemeint sind Stornierungen, die vom Gastgeber ausgehen. Bei wenigen Buchungen im Jahr genügt rechnerisch eine einzige, um über die Grenze zu kommen — bei 50 Buchungen entspricht eine Stornierung bereits 2 Prozent.
Airbnb nennt Ausnahmen für Fälle höherer Gewalt. Darauf sollte man sich nicht verlassen: Der sicherere Weg ist ein Kalender, der nie doppelt belegt werden kann.
4. Aktivität: zwei gleichwertige Wege
Entweder 10 abgeschlossene Aufenthalte im Bewertungsfenster oder 3 Buchungen mit zusammen mindestens 100 Nächten. Der zweite Weg wird häufig übersehen und ist genau der, der Langzeit- und Wochenvermietern den Status ermöglicht.
Wer ein Ferienhaus wochenweise an Familien vermietet, kommt selten auf zehn Aufenthalte — aber leicht auf hundert Nächte aus wenigen langen Buchungen. Wer nur den ersten Weg kennt, hält den Status fälschlich für unerreichbar.
Die Stichtage
Airbnb prüft den Status viermal im Jahr: am 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober. Betrachtet wird jeweils das zurückliegende Jahr. Wer eine Bedingung am Stichtag verfehlt, verliert den Status bis zur nächsten Prüfung — und wer sie zwei Tage nach dem Stichtag erfüllt, wartet volle drei Monate.
Praktisch bedeutet das: Der Zeitpunkt, zu dem Sie eine Bedingung erfüllen, ist fast so wichtig wie die Erfüllung selbst. Wer im Februar die Schwelle erreicht, wartet bis zum 1. April.
Was ist mit dem Gäste-Favoriten?
Der Gäste-Favorit ist etwas anderes als der Superhost-Status. Er wird laufend vergeben statt vierteljährlich, und er ist ein Vergleichsmaß: Er zeichnet die am besten bewerteten Unterkünfte aus. Airbnb nennt dafür keinen offiziellen Schwellenwert; als Erfahrungswert gilt ein Schnitt um 4,9.
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